Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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. 41 gel in ſeinen unſichtbaren Hoͤhlen die Palaͤſte der Feen, Mittelweſen zwiſchen Menſchen und boͤſen Geiſtern, den Sterblichen nicht gerade abhold, doch muß man ſie meiden und fuͤrchten wegen ihres launiſchen Weſens, ihrer Rach⸗ ſucht und Reizbarkeit. So erzaͤhlte mir Jarvie, und nahm dabei die Miene an, als glaube er kein Wort davon, doch ſprach er aͤußerſt leiſe, und ſein Ton ſchien Furcht anzu⸗ deuten.

„Man nennt ſie,“ ſagte er fluͤſternd,„Daoine Schie, was„friedliche Leute“ bedeutet, und will ſie ſich damit geneigt machen. Und ſo wollen wir ſie auch nen⸗ nen, Herr Osbaldiſtone, denn es iſt nicht gut, uͤbels zu ſprechen von dem Laird in ſeinen eigenen Graͤnzen.“ Als aber einige Lichter vor uns ſchimmerten, ſezte er ſogleich hinzu:„es iſt doch Satanstrug, und ich fuͤrchte mich nicht, es zu ſagen, denn wir ſind nun nahe am Hauſe, die Lich⸗ ter dort druͤben ſind in dem Wirthshaus von Aberfoil.““

Ich geſtehe, ich war daruͤber nicht wenig erfreut, we⸗ niger weil mein Begleiter nun glaubte, ſeine wahre Mei⸗ nung uͤber die Feen ausſprechen zu koͤnnen, als well les uns und unſern Pferden einige Stunden Ruhe verſprach, deren wir nach einem ſo anſtrengenden Ritte beide ſehr bedurften.“

Eine alte, ſehr hohe und ſchmale ſteinerne Bruͤcke fuͤhrte uns uͤber den Forth nicht weit von ſeinem Urſprun⸗ ge. Der gewoͤhnliche Weg aus dem Hochlande in den Suͤ⸗ den gieng, wie mir mein Begleiter ſagte, uͤber die Furth von Frew, wo der Strom ſtets tief und reißend, oft auch voͤllig ungangbar iſt. Von dieſer Furth oſtlich bis zur Bruͤcke von Stirling gibt es keinen Uebergangspunkt mehr, ſo daß der Fort eine Vertheidigungslinie zwiſchen Hoch⸗ und Nie⸗