Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Fall war. Wir gelangten an das Ufer eines Fluſſes, der

mehr jenen in England glich, als denen, die ich bisher in Schottland geſehen hatte. Er war ſchmal, tief und ſtill, obgleich wir uns bereits in den hohen Bergen befanden, die ſeine Wiege waren.„Das iſt der Forth,“ ſagte Jar⸗ vie mit einer Art von CEhrfurcht, die ich oft bei Schotten bemerkte, wenn ſie von ihren bedeutenden Fluͤſſen redeten. Der Clyde, der Tweed, der Forth, der Spey werden von denen, die an ihren Ufern wohnen, mit einer Art von Hochachtung und Stolz genannt, und ich weiß, daß ein ge⸗ ringſchätziges Wort Zweikaͤmpfe herbeigefuͤhrt hat. Ich habe gegen dieſe un ſchuldige Begeiſterung nicht das min⸗ deſte zu ſagen, und nahm auch die Mittheilung meines Freundes als eine ſo wichtige Nachricht auf, wofür er ſie anzuſehen ſchien. Ich freute mich auch in der That nicht wenig, nach einer ſo langweiligen Reiſe mich einer Gegend zu naͤhern, die der Einbildungskraft mehr RNeize darzubie⸗

ten verſprach. Mein getreuer Knappe Andreas ſchien nicht ganz dieſer Meinung, denn er empfieng die feierliche Nach⸗

richt:„Dies iſt der Forth!“ mit einem„Hum! wenn er geſagt haͤtte, dieß iſt das Wirthshaus, ſo waͤre es mir ge⸗ legener gekommen.“

So weit das matte Licht mich beurtheilen ließ, ſchien indeß der Forth die Bewunderung zu verdienen, womit die Anwohner ihn betrachten. Ein ſchoͤner, voͤllig runder Huͤ⸗ gel, mit Haſelſtauden, Bergeſchen und Zwergeichen bewach⸗ ſen, uͤber welche einige prachtvolle alte Baͤume mit ihren duͤrren Aeſten im Mondlicht emvorragten, ſchien die Quelle des Fluſſes zu ſchirmen. Nach der Sage der umwohnenden Landleute enthielt dieſer ſchoͤne, ſo regelmaͤßig geformte, mit alten Baͤumen und uͤppigem Unterholz geſchmuͤckte Huͤ⸗