Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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45 dern einem Weidengeflecht beſtand, und trat, gefolgt von Jarvie in das Hauptgemach des ſchottiſchen Karavanen⸗ ſerais.

Das Innere bot einen Anblick dar, der einem Eng⸗ laͤnder ſeltſam genug vorkam. Das Feuer, mit flackerndem Torf und duͤrrem Reiß genaͤhrt, flammte luſtig in der Mit⸗ te, aber der Rauch, der keinen andern Ausgang hatte, als ein Loch im Dache, wirbelte um die Querbaiken der Huͤtte, und hieng in duͤſtern Wolken in einer Hoͤhe von etwa fuͤnf Fuß vom Boden. Der mittiere Raum war ziemlich helle, da durch das Weidengeflecht, welches als Thuͤre diente, durch zwei viereckige Loͤcher, welche die Fenſter vorſtellten, und beide, das eine mit einem Plaid, das andere mit el⸗ nem zerriſſenen grauen Mantel, zugeſtopft waren, und fer⸗ ner noch durch ſo manche nicht ſo leicht zu unterſcheidende Oeffnungen und Riſſe Luftſtrome genng eindrangen, und die Flamme anfachten.

An einem alten eichenen Tiſch ſaßen drei Maͤnner, die man unmöglich mit Gleichguͤltigkeit betrachten konnte. Sie waren offenbar Gaͤſte, zwei davon waren in hochlaͤn⸗ diſcher Kleidung, der dritte, ein kleiner Mann von dunk⸗ ler Geſichtsfarbe, und einem lebhaften, muntern Ausdruck in den Zuͤgen, trug enge Hoſen von wuͤrfelig gewirktem Zeuge. Jarvie fluͤſterte mir zu, der Mann muͤſſe etwas be⸗ deuten, denn nur ihre Duinhewaſſels, d. h. ihre Vorneh⸗ men, truͤgen ſolche Hoſen, die ſchwer zu weben ſeien, wenn ſie nach dem Geſchmack der Hochlaͤnder ſeyn ſollten.“

Der eine Gebirgsbewohner war ein ſehr ſchlanker, ſtar⸗ ker Mann, mit einer Fuͤlle von rothem Haar, Sommer⸗ ſproſſen, hohen Backenknochen, und einem langen Kinn,— eine wahre Karrikatur der ſchottiſchen Nationalzuͤge. Sein