Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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geſehen hatten, kahl und plump ſich darſtellten, und waͤh⸗ rend ich dieſe Alpen⸗Gegend betrachtete, fuͤhlte ich ein Verlangen, in dieſelbe, wenn auch mit Muͤhe und Gefahr, einzudringen, gleich dem Schiffer, der die Gefahr und die Aufregung einer Schlacht oder eines Sturms wuͤnſcht, ſtatt der unertraͤglichen Einfoͤrmigkeit einer fortdauernden Wind⸗ ſtille. Ich machte verſchiedene Fragen an Herrn Jarvie uͤber Namen und Lage jener ausgezeichneten Berge, aber er wußte entweder nichts daruͤber, oder wollte ſich nicht mittheilen.„Das ſind die Hochland⸗Berge,— die Hoch⸗

land⸗Berge,— werdet noch genug ſehen und hoͤren dgvon,

ehe Ihr nach Glasgow zuruͤckkommt. Ich mag nicht hinſe⸗ hen, es graut mir,— nicht aus Furcht,— nicht aus

Furcht, ſondern aus Kummer uͤber die armen verblendeten,

halbverhungerten Menſchen, die da wohnen. Aber ſprecht nicht mehr davon,— es iſt nicht gut reden von den Hoch⸗ laͤndern, ſo nah an ihrer Graͤnze. Ich habe manchen red⸗

lichen Mann gekannt, der ſich nicht ſo weit wagte, ohne

ſein Teſtament zu machen.— Mattie ſah es nicht gern, daß ich mich auf den Weg machte, und weinte ein wenig,

das naͤrriſche Ding; aber man darf ſich nicht mehr wun⸗

dern, wenn ein Weib weint, als wenn eine Gans barfuß geht.“

Ich verſuchte nun, das Geſpraͤch auf den Charakter

und die Geſchichte des Mannes zu lenken, den wir beſu⸗

chen wollten, aber uͤber dieſe Punkt war Herr Jarvie voͤl⸗ lig unzugaͤnglich, woran vielleicht zum Theil die Begleitung

des Herrn Andreas Gutdienſt Schuld hatte, der ſo nahe

hinter uns ritt, daß er jedes Wort hören mußte; dabel

nahm er ſich auch noch die Freiheit, ſich in unſer Geſpraͤch zu