wiſſen, daß die Hochlande ruhig geblieben ſind ſeit dem Jahre 1689, wo ſie bei Killicrankie geſchlagen wurden. Aber, wie meint Ihr, daß ſie in Ruhe erhalten worden ſeien?— Durch Geld, Herr Owen,— durch Geld, Herr Osbaldiſtone. Koͤnig Wilhelm ließ gute zwanzigtauſend Pfund Sterling unter ſie austheilen, und die verſtorbene Koͤnigin Anna gab den Haͤuptlingen Jahrgelder, womit ſie denn ihre Geſellen unterhielten, die nicht arbeiten, wie ich vorhin ſagte; ſie blieben auch ſo ziemlich ruhig, bis auf einige Raͤubereien jm untern Lande, wie es ihre Gewohnheit iſt, und manch⸗ mal brachen ſie ſich unter einander die Haͤlſe.— Nun aber iſt eine andere Zeit angegangen mit Koͤnig Georg(Gott ſesne ihn!)— und jezt iſt es mit den Geldzahlungen aus, da haben ſie nun keine Mittel mehr die Clans zu verhal⸗ ten, die bei ihnen zehren, wie ich Euch fruͤher ſagte, mit ihrem Credit im untern Lande iſts vorbei, und ein Mann, der mir einem Pfiff tauſend bis fuͤnfzehnhundert Burſche auf die Beine bringt, bekommt keine fuͤnfzig Pfund auf ſeine Bande geborgt in Glasgow.— Das kann nicht lang ſo bleiben,— es gibt einen Aufſtand fuͤr die Stuarts,— es gibt einen Aufſtand,— da kommen ſie herunter ins un⸗ tere Land, wie eine Suͤndfluth, wie vor ſechzig Jahren un⸗ ter Montroſe, und davon wird man hoͤren und ſehen, ehe zwoͤlf Monate herum ſind.“
„Aber noch ſehe ich nichr ein, was dieß auf Herrn Camp⸗ bell, und noch weniger, was es fuͤr einen Bezug auf mei⸗ nes Vaters Angelegenheiten hat.“
„Rob,“ fuhr Herr Jarvie fort,„kann fuͤnfhundert Mann aufbringen, und deßhalb geht ihn der Krieg ſo viel an, als die meiſten Leute, denn es nuͤzt ihn im Frieden weit weniger. Nun denn, die Wahrheit zu ſagen, ich glau⸗


