16
hoͤrte, ſo hat er doch wenigſtens, wie es ſcheint, in den Hoch⸗ landen viel zu ſagen.“
„Das mag wohl ſeyn,— kein Name iſt beſſer bekannt zwiſchen Lennox und Breadalbane. Robin war einſt ein tuͤchtiger, thaͤtiger Viehhaͤndler, wie Ihr Tauſende unter ihnen ſehen koͤnnt.— Es war eine Freude, ihn zu ſehen in ſeinem Plaid und mit ſeinen Riemenſchuhen, den Schild auf dem Ruͤcken, Schwert und Dolch im Guͤrtel, hinter einem Hundert Ochſen drein, und ein Dutzend Burſche dabei, ſo wild und rauh, wie die Thiere, die ſie trieben. Er war hoͤflich und billig im Handel, und wenn er glaubte, ſein Kundmann haͤtte einen ſchweren Handel gemacht, ſo gab er ihm gern ein Stuͤck Geld zum Erſatz heraus. Ich
weiß, daß er fuͤnf Schilling von dem Pfund Sterling zu⸗ ruͤckzegeben hat.“
„Fuͤnf und zwanzig Procent,“ ſagte Owen,„ein ſchwe⸗ res Dis conto.“ 3
„Er gab es doch, wie ich Euch ſage, beſonders wenn er glaubte, der Kaͤufer ſey ein armer Mann, und koͤnne ſo einen Verluſt nicht tragen. Aber die Zeiten wurden ſchwer, und Rob wagte zu viel. Es war nicht mein Feh⸗ ler,— es war nicht mein Fehler, das kann er mir nicht vorwerfen. Ich habe es immer geſagt;— nun die Glaͤu⸗ biger, beſonders einige maͤchtige Nachbarn von ihm, die griffen nach ſeinem Vermoͤgen und ſeinen Guͤtern; und man ſagt, ſie haͤtten ſein Weib aus dem Hauſe geworfen, und noch dazu mißhandelt. Abſcheulich! abſcheulich! ich bin ein friedlicher Mann und eine obrigkeitliche Perſon, aber haͤtte jemand meiner Magd, der Mattie, ſo mitge⸗ ſpielt, wie ſie es Robs Weib gethan haben ſollen, ich
glaube, ich haͤtte das Schwert noch einmal genom men, bas mein


