Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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durch ehrliche Arbeit. Und die Lalrds ſind ſo ſchlimm, als die gemeinen Burſche; ſie befehlen ihnen zwar nicht, zu ſtehlen, verbleten's ihnen aber auch nicht, und ſchuͤtzen ſie, oder laſſen ſie ſich ſelbſt vertheidigen in ihren Waͤldern und. Bergen und feſten Burgen, wenn die Sache geſchehen iſt. So ein Laird haͤlt ſo viele Leute ſeines Namens oder ſei⸗ nes Claus, wie wir ſagen, als er bekommen und unterbal⸗ ten kann, oder, was das naͤmliche iſt, ſo viele, als auf irgend eine Weiſe, ſey es nun gut oder boͤs, ſich ſelbſt verhalten koͤnnen, da ſtreifen ſie denn umher mit Flin⸗ ten und Piſtolen, Dolchen und Schwertern, und ſtoͤren den Frieden des Landes, wenn es dem Laird gefaͤllt; das iſt nun die Klage uͤber die Hochlaͤnder ſeit tauſend Jah⸗ ren, es ſey ein Schwarm unchriſtlicher, geſetzloſer Burſche, die ſtets die Ruhe einer friedlichen, gottesfuͤrchtigen Nach⸗ barſchaft ſtoͤrten, wie die unſere hier iſt im Weſten.

Und dieſer Euer Vetter und mein Freund iſt eiger von den großen Eigenthuͤmern, welche ein Kriegsgefolge unterhalten, wovon Ihr ſprecht?

Nein, nein, ſagte Jarvie;er iſt keiner von den Haͤuptlingen, wie man ſie neunt, obwohl er von guter Herkunſt iſt. Ich kenne ſein Geſchlecht, ja, er iſt ein naher Vetter von mir, und, wie ich ſagte, gutes, edles, hochlaͤndiſches Blut, obwohl Ihr leicht denken koͤnnt, daß ich mich um ſolchen Unſinn nicht kuͤmmere, das iſt ekn Mondſchein im Waſſer, Trumm und grob Garn, wie wir ſagen, aber ich koͤnnte Euch Briefe zeigen von ſei⸗ nem Vater an den meinen, den Zunftmeiſter Jarvie, Friede ſey mit ſeinem Andenken!

Wenn er aber nicht einer ihrer Haͤuptlinge iſt, fieng ich wieder an;von denen ich meinen Vater oft ſprechen