Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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14 mal Eins. Ich will annehmen, daß jedes Kirchſpiel im Durchſchnitt fuͤnfzig Pfluͤge beſchaͤftigt, und dos iſt viel angenommen in einem ſo elenden Boden, als dieſe Leute zu bearbeiten haben, und daß es Walde genug gibt fuͤr ihre Pflugpferde und Ochſen, und fuͤr vierzig bis fuͤnfzig Kuͤhe; wir wollen nun annehmen, Pflug und Waide beſchaͤftigten fuͤnf und ſiebenzig Familien zu ſechs Seelen gerechnet, und wir wollen noch kuͤnfzig hinzu thun, um die Zahl voll zu machen, dann habt Ihr fuͤnfhundert Seelen, oder ungefaͤhr die halbe Bevoͤlkerung, ordentlich beſchaͤftigt und unterhal⸗

ten mit ſaurer Milch und Haberbrei? Aber ich moͤchte,

nun wiſſen, was die andern fuͤnfhundert thun ſollen?

Um Gottes Willen! ſagte ich;Herr Jarvie, was thun denn die? mich ſchaudert, wenn ich an ihre Lage denke.

Ja, erwiederte dieſer,Ihr wuͤrdet noch mehr ſchaudern, wenn Ihr unter ihnen lebtet. Nehmt auch an, daß ein Theil davon ſich etwas weniges ehrlich erwirbt durch Mähen in der Erndte, durch Viehtreiben und der⸗ gleichen im niedern Lande; da ſind dann aber noch viele Hunderte und Tauſende langbeiniger Hochlaͤnder, die we⸗ der arbeiten, noch etwas beduͤrfen, die bey ihren Bekann⸗ ten herumziehen und ſchmarozen, oder davon leben, daß ſſe thun, was der Laird befiehlt, ſey es nun Recht oder Unrecht. Viele Hundert kommen herab an die Graͤnze des untern Landes, wo ſie rauben und ſtehlen, Vieh weg⸗ treiben und dergleichen! Das iſt zu bejammern in einem Chriſtenlande! und noch mehr, daß ſie darauf ſtolz ſind, und eine Heerde wegzutreiben fuͤr eine tapfere, maͤnnliche That halten, die ſich fuͤr brave Leute, wie ſie ſich ſelbſt nengen, beſſer ſchicke, als ſich einen Taglohn zu verdienen