Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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17 mein Vater, der Zunftmeiſter in der Schlacht an der Bothwellbruͤcke trug. Nun Rob kam heim, und fand, gnaͤ⸗ diger Gott! die Verwuͤſtung, wo er Ueberfluß verlaſſen hatte; da blickte er nach allen vier Winden, und ſah we⸗ der Halt, noch Hoffnung, nirgend Schutz, noch Zuflucht; da druͤckte er die Muͤze in die Stirne, guͤrtete das Schwert um, gieng ins Gebirge, und ward ein verlorener Mann.

Die Stimme des ehrlichen Mannes brach bei dieſen widerſtreitenden Gefuͤhlen. Waͤhrend er ſeine Verachtung des Stammbaums ſeines hochlaͤndiſchen Vetters ausdruͤck⸗ te, war es doch offenbar, daß er ſich im geheimen auf ſei⸗ nen Vetter etwas einbildete, und er ſprach von der gluͤck⸗ lichern Zeit ſeines Freundes mit einer uͤberſtroͤmenden Zu⸗ neigung, welche ſein Mitleid mit deſſen Ungluͤck, und ſein Bedauern uͤber die Folgen deſſelben nur um ſo inniger machte.

So zur Verzweiflung gebracht, ſagte ich, da Jarvie nicht weirer erzaͤhlte,wurde wohl Euer Vetter einer der Raͤuber, die Ihr uns beſchrieben habt?

So ganz ſchlimm iſt es nicht, erwiederte er,aber er erhob ſchwarz Geld, mehr als je einer vor ihm, und trieb ſein Weſen in Lennox und Menleith, und bis hinauf zum Schloſſe Stirling.

Schwarz Geld? Dieß verſtehe ich nicht.

Nun ſeht, Rob ſammelte bald einen Haufen Blau⸗ maͤzen um ſich, denn er fuͤhrr einen alten und furchtbaren Namen, der ſich lange gehalten hat gegen König und Par⸗ lament, und gegen die Kirche, ſo viel ich weiß, einen alten und ehrenwerthen Namen, ſo ſehr man ihn herun⸗ tergebracht und unterdruͤckt hat. Meine Mutter war eine Ma⸗ Gregor, das mag wiſſen, wer es will, nun ſo hatte Rob

W. Scom's Werke. CIII. 23