48 koͤnnen nicht getadelt werden, wenn er das Gluͤck und die Ehre ſeiner Tochter durch ihre Trennung von ei⸗ nem Manne gewahrt glaubte, der im Stande war, ſein verlornes Reich durch die verzweifeltſten Mittel wieder zu gewinnen. Viel mochte von der Neigung der erlaucten Perſon ſeloſt abhangen; wenn ber auch von Seiten des Vaters Zwang angewandt wurde, wie konnte ſich Napoleon rechtfertigen, wenn er eine Art von Trojaniſchem Kriege gegen alle Machte von Europa erneuern wollte, um ſeine Gemahlin wieder zu erobern? wie konnte er ſich dadurch, daß er von ihrem Umgange durch einen hartherzigen VPater ge⸗ trennt war, berechtigt ſinden, das Konigreich Frank⸗ reich anzugreifen und zu unterjochen? Der zweite Beſchwerdegrund, den wir gleichfalls als gerecht an⸗ erkennen, war, daß Napoleon dadurch, daß ihm von Seiten Frankreichs ſein Gehalt bis zum Abfluß des Jahres vorbehalten wurde, in Verlegenheiten kam, in die er nicht hatte kommen ſollen. Dieß war ein Beſchwerdegrund, uno zwar ein wichtiger; aber gegen wen? ſicherlich nicht gegen die Verbundeten, wenn Buonaparte ſie zur Erfullung ihres Traktates aufge⸗ fordert hatte; und er bewies blos, daß§rantreich mit den Verdindlichkeiten necht eingehalten hatte, wofuͤr ſie ihm Garantie gegeden. England, welches bei dem Traktate nur mittelbar thatig geweſen, hatte ſich nichts deſto weniger fuͤr Buonaparte verwandt, und es an⸗
terliegt keinem Zweifel, daß von den kontrahtrenden
Parieien,


