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Quatre Bras und Genappe, auf welcher die brittiſche
Armee erſt noch ſich zuruͤckgezogen hatte; und eine an⸗
dere von Nivilles. Dieſe Straſſen durchkreuzen das Thal
und ſtoßen hinter dem Dorfe Mont St. Jean, das im Ruͤcken der brittiſchen Armee lag, zuſammen. Der Maierhof von Mont St. Jean, den man wohl von dem Weller zu unterſcheiden hat, lag den Englaͤndern von hinten viel naher als der letztere. Auf der Chauſee von Charleroi vor der Linie liegt ein anderer Maierhof, La Haye Sainte genannt, nahe am Fuße der Boͤſchung, die in das Thal fuhrt. Auf der enrgegengeſetzten Kette von Anhoͤhen liegt das Dorf La Belle Alliance, und giebt der Huͤgelreihe den Namen. Es liegt gerade uͤber von Mont St' Jean, und dieſe zwei Punkte bildeten die reſpektiven Mittelpunkte der franzoͤſiſchen und engliſchen Poſitionen.
Eine altvaͤteriſche flaͤmiſche Villa, Goumont oder Hougomont genannt, ſtand mitten in dem Thale, mit Gaͤrten, Nebengebaͤuden und einem Walde von duͤnnen Buchen etwa zwei Ackerlaͤngen umgeben. Hinter den Hoͤhen von Mont St. Jean ſenkt ſich das Terrain wie⸗ der hinab in eine Vertiefung, die der zweiten Linie der Englaͤnder gewiſſermaßen Schutz gab. Im Ruͤcken dieſes zweiten Thales ſteht der große ausgedehnte Forſt Soignes, durch welchen die Chauſee nach Bruͤſſel geht.
Auf dieſem Wege, zwei(engliſche) Meilen hinter der
brittiſchen Armee, liegt die kleine Stadt Waterloo.
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