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Zu Genappe jedoch, einer kleinen Stadt, wo man zu dem Fluſſe Dyle bloß vermittelſt einer kleinen Bruͤcke auf einer engen Straße gelangen kann, wurde der brit⸗ tiſche Nachtrab angegriffen, den eine leichte Kavallerie nicht abwehren konnte; als aber die ſchwere Kavallerie aufgebracht ward, wurden die Franzoſen zuruͤckgeworfen und beunruhigten den Nachtrab der Armee dieſen Tag nicht mehr.
Um 5 Uhr Abends langte der Herzog Wellington auf dem merkwuͤrdigen Felde von Waterlooan, das er ſchon fruͤher zu einer Poſition auserſehen hatte, in welcher er nach gewiſſen Ereigniſſen ſich zur Deckung Bruͤſſels auf⸗ zuſtellen entſchloß.
Die Szene dieſer beruͤhmten Schlacht muß den mei⸗ ſten Leſern durch Beſchreibung oder Erinnerung noch ver⸗ traut ſeyn. Die engliſche Armee nahm eine Kette von Hoͤhen ein, die ſich von einem Dorfe, Merke Braine, zur Rechten, bis zu einem Weiler, Ter la Haye, auf der Linken, ſich erſtreckte. Dieſer Kette von Huͤgeln ge⸗ genuͤber lauft beinahe parallel eine andere Huͤgelkette, auf welcher die Franzoſen ſich aufſtellten. Ein kleines Thal laͤuft auf verſchiedenen Punkten von verſchiedener Breite, die aber insgemein nicht uͤber eine halbe(engliſche) Meile geht, dazwiſchen hin. Die Boſchung auf jeder Seite ge⸗ gen das Thal hin iſt zwar verſchieden, aber im Allgemei⸗ nen nicht ſtark und wechſelt mit einer Menge wellenſoͤr⸗ miger Unebenheiten. Das Feld wird guer durch⸗ ſchnitten durch zwei Hochwege oder Chaufeen, welche beide nach Bruͤſſel fuͤhren,— eine von Charleroi durch


