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anzuerkennen, daß er ſich durch die Umſtaͤnde, in welchen er ſich am 18. unerwartet befand, hatte uͤberraſchen laſſen.
Indeſſen machte Napoleon, nachdem er Grouchy zur Verfolgung der Preußen beordert, eine Seitenbewegung nach Frasnes, und zog hier das vom Marſchall Ney be⸗ fehligte Korps an ſich. Seine Abſicht war, den Herzog Wellington anzugreifen, den er immer noch in der Poſi⸗ tion von Quatre Bras zu finden glaubte.
Allein um 7 Uhr Morgens hatte der Herzog die Nach⸗ richt von Feldmarſchall Bluͤchers Ruͤckzug auf Wayre er⸗ halten, und begann auch ſeiner Seits, ſich auf Waterloo zuruͤckzuziehen, um wieder mit den Preußen in Kommu⸗ nikation zu treten, und den Operationsplan wieder auf⸗ zunehmen, der durch den ploͤtzlichen Einbruch der Frau⸗ zoſen und den Verluſt der Schlacht bei Ligny durch die Preußen einigermaßen verruͤckt worden war. Der Ruͤck⸗ zug ward mit der groͤßten Ordnung ausgefuͤhrt, obgleich er, wie gewoͤhnlich, fuͤr die Gefuͤhle der Soldaten unan⸗ genehm war. Die Nachricdt von der Schlacht bei Ligny hatte ſich durch die Reihen hin verbreitet, und auch die lebhafteſte Einbildungskraft wagte nicht, zu hoffen, daß die Preußen ſo bald wieder kampffertig waͤren. Das Wetter war furchtbar, der Regen ſchoß in Stroͤmen her⸗ ab; allein es war in ſo fern fuͤr die Englaͤnder guͤnſtig, daß es die gepfluͤgten Felder fuͤr die Reiterei unzugaͤng⸗ lich machte, ſie auf ihrem Marſche vor Seitenangriffen der franzoͤſiſchen Kavallerie ſicherte, und die Operationen derer, von denen ſie verfolgt wurden, auf die Chauſee beſchraͤnkte,


