1 10 ſon, falls er den Allüirten in die Haͤnde fiele. Er erhielt auch die Garantie, daß ſeinem Armeekorps ge⸗ ſtattet ſeyn ſolle, ſich in die Normandie zuruͤckzuziehen. Dieſe Convention ward zu Chevilly am 3. April un⸗ terzeichnet.
Dieſer Schritt wurde als ein Verrath pon Seiten Generals Marmont betrachtet. Iſt aber die Wahl zwiſchen der proviſoriſchen Regierung und dem Kaiſer bei dieſem General mehr als Verrath zu betrachten, als bei andern Marſchaͤllen und Autoritaͤten, welche ſogleich nachher denſelben Schritt thaten? Und wenn der Herzog von Raguſa hierdurch allem weiteren Blut⸗ vergießen vorbeugte, ſollte es nicht(um mit Talley⸗ rand bei einer aͤhnlichen Gelegenheit zu ſprechen) ein Gegenſtand der Freude ſeyn, daß des Marſchalls Uhr um ein paar Minuten ſchneller ging als die ſeiner Collegen?
Als Macdonald und Ney Marmont mittheilten, daß ſie die Ueberbringer von Napoleons Thronentſa⸗ gung waͤren, und daß er mit ihnen fuͤr die Commiſ⸗ ſion beſtimmt ſey, ſo fragte dieſer Marſchall, warum er nicht mit den Andern nach Fontainebleau entboten worden ſey, und erwaͤhnte des Vertrags, den er auf eigene Rechnung eingegangen habe. Der Herzog von Tarent machte ihm Vorwuͤrfe uͤber den Nachtheil, der aus jeder Uneinigkeit von Seiten der hohen Offtziere der Armee entſtehen muͤßte. Den Kriegsrath zu Fontainebleau anlangend, erklaͤrte er, daß er unter


