19 Frage: ob Paris vertheidigt werden koͤnnte, wenn ſich Napoleon hinter die verbuͤndete Armee zuruckzoͤge, anſtatt ſich mit der unter ſeinen Befehlen ſtehenden Truppenmacht auf die Hauptſtadt zu werfen? Die andere Frage war von noch groͤßerer Wichtigkeit und politiſcher Natur. Konnte man annehmen, daß, vor⸗ ausgeſetzt, die Hauptſtadt koͤnne einen Angriff aus⸗ halten, Paris, eine Stadt von 7⁰0,000 Einwohnern, in Faktionen getheilt, nicht gewohnt, die Donnerſtim⸗ me des Krieges in ſolcher Naͤhe zu hoͤren, und auf⸗ geſchreckt durch die Neuheit ihrer ſchrecklichen Lage, ſich zu den Opfern verſtand, welche auch die gluͤckliche Vertheidigung der Stadt in jedem Falle nothwendig machte; mit einem Wort, war ihre Liebe zu Buona⸗ parte und ihre Furcht vor ihm ſo groß, daß die Ein⸗ wohner ohne ſeine perſoͤnliche Gegenwart und die ſeiner Armee ſie ermuthigte, und zu gleicher Zeit zwang, die Zerſtoͤrung ihrer prachtvollen„Hauptſtadt aufs Spiel zu ſetzen, und ſich all den Schrecken einer Pluͤnderung auszuſetzen, die von der Maſſe von Nationen drohte, welche Napoleons Ehrgeiz gegen ſie verſammelt hatte, und welche ſich oͤffentlich nicht Frankreichs, ſondern Buonaparte's Feinde nannten? Keine dieſer Fragen konnte mit Gewißheit beantwortet werden. Obgleich Napoleon 30,000 Mann Nationalgarden aufgeſtellt, batte er nicht fuͤr den dritten Theil Waffen genug beigebracht. Einige Schriftſteller weiſen darauf hin, daß dieſer Mangel an Waffen einem geheimen Ver⸗
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60. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 26. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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