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Kaiſer ſeinen Schwiegerſohn, ohne weitere Verwen⸗ dung zu ſeinen Gunſten, den Folgen ſeiner eigenen unzeitigen Hartnaͤckigkeit uͤberlaſſen haben.
Caulaincourt ſpielte indeſſen die Rolie eines tuͤch⸗ tigen Miniſters und thaͤtigen Unterhaͤndlers. Er hielt die Unterhandlung ſo lange als moͤglich offen, und bot mittlerweile alle Gruͤnde auf, ſeinen Gebieter zur Annahme der Bedingungen der Alliirten zu ver⸗ möoͤgen. Endlich ſah er ſich jedoch genoͤthigt, ein Gegenprojekt zum Vorſchein zu bringen, von dem er wenigſtens die Wirkung erwartete, daß es die Unter⸗ handlung hinausziehen werde.
Allein der Entwurf, den er vorlegte, war zu un⸗ beſtimmt, als daß er die Verbuͤndeten haͤtte hinhalten koͤnnen, und vertrug ſich dagegen zu wenig mit den Artikeln, die von allen Seiten als die Baſis der Konſerenzen feſtgeſetzt waren, als daß ſie einen Au⸗ genblick haͤtten Gehoͤr finden koͤnnen. Er verkangte die ganze Rheinlinie— verlangte einen großen Theil der Waallinie nebſt der Feſtung Nymwegen, was ſich mit der Unabhaͤngigkeit Hollands durchaus nicht vertrug— verlangte Italien und ſelbſt Venedig fuͤr Eugen Beauharnois, obgleich dieſer wichtige Artikel nicht allein in voͤlligem Widerſpruch mit den Friedens⸗ praͤliminarien ſtand, ſondern noch insbeſondere die Intereſſen von Oeſterreich angriff und verletzte, mit dem er ſich vor allem in ein gutes Vernehmen haͤtte ſetzen ſollen. Der Beſitz Italiens ſchloß ferner mit⸗
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