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voruͤber, ohne daß eine Antwort von Buonaparte an Caulaincourt gelangte; der Termin, welcher ihm fuͤr ſein Ultimatum anberaumt war, wurde auf fuͤnf Tage hinausgeſetzt; der Bevollmaͤchtigte Frankreichs hoffte wahrſcheinlich, daß ein entſcheidendes Ereigniß auf dem Schlachtfelde ſeinen Gebieter zu der An⸗ nahme der Bedingungen von Seiten der Alliirten ſtimmen, oder ihn zu beſſern berechtigen duͤrfte.
Man ſagt, daß in dieſer Zwiſchenzeit Prinz Wen⸗ zeslaus von Lichtenſtein vom Kaiſer Franz ais ein Spezialgeſandter in das Hauptquartier abgefertigt wurde, um ihn zu beſchwoͤren, ſein Ultimatum, den als Baſis der Konſerenzen feſtgeſetzten Artikeln ge⸗ maͤß, abzugeben, und ihn zu benachrichtigen, daß im andern Falle Kaiſer Franz ſich der Familienruͤckſichten entſchlagen wuͤrde, die ihn bisher abgehalten haͤtten, dem Willen der andern verbuͤndeten Maͤchte, die ſich zu Gunſten der Dynaſtie des Hauſes Bourbon ent⸗ ſchieden haͤtten, beizutreten. Man ſagt noch weiter, Buonaparte ſey uͤber dieſe Erklaͤrung in ſtummes Erſtaunen verſunken, doch ſchnell ſich faſſend, habe er das Ganze als eine leere Drohung betrachtet, um ihn einzuſchrecken, und geſagt, es liege vor Allem im Intereſſe von Oeſterreich, ihm einen Frieden nach ſeinen Bedingungen zu verſchaffen, da er ſonſt ge⸗ noͤthigt werden moͤchte, wieder uͤber den Rhein zu
gehen. Der oͤſterreichiſche Prinz entfernte ſich ohne Antwort, und von dieſem Augenblick as ſoll der


