Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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gerathen hatten. Seine Verpflichtung gegen die Republik Frankreich, die Integritaͤt ihres Gebietes zu behaupten, konnte fuͤr ihn, der die Republik ſelbſt zerſtoͤrt hatte, kaum mehr bindend ſeyn; auch kann auf keinen Fall eine ſolche Verbindlichkeit einen Souverain im Drange der Noth von einem Schritte abhalten, den das Wohl des Staates fordert; noch weniger konnten die Bedingungen fuͤr Frankreich entehrend ſeyn, oder ſolches von der Charte von Europa ausſtreichen, es ſey denn, ſeine Ehre und Eriſtenz haͤtten ſeit zwoͤlf Jahrhunderten von einer erſt in den letzten zwanzig Jahren gemachten Erwer⸗ bung abgehangen. Allein der Hauptgrund war der, daß Buonaparte immer die Abtretung eines Beſitzes ehrenruͤhrig fand, deſſen Erhaltung noch im Reiche der Moͤglichkeit lag. Jeder Verluſt kam ihm ſauer an; er wollte ſich von nichts gerne trennen, und benahm ſich wie ein Kind, das gerabe auf das Spielzeug, das man ihm nehmen will, immer den groͤßten Werth legt. Antwerpen mußte von ihm allerdings als ein unſchätzbares Kleinod betrachtet werden. Die, auf die Anlage der dortigen Schiffswerfte eund auf die Befeſtisung dieſes Platzes verwendeten Summen, wa⸗ ren unermeßlich. Er hatte immer die Idee, Ant⸗ werpen zu einer Hauptſtation einer großen Flotte zu machen. An dieſem Traume von einer Flotte hing er noch guf Elba und St. Helena, und pflegte oft zu ſagen, er haͤtte vielleicht ſeine Krone gerettet, wenn er zu Chatiglon auf Antwerpen verzichtet haͤtte;

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