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Waͤhrend Napoleon in dem Feldzug zu Paris fuͤr ſeine Eriſtenz als Monarch kaͤmpfte, fanden an den Grenzen Ereigniſſe Statt, die mehr oder weni⸗ ger, und beinahe alle unguͤnſtigen Einfluß auf ſein Schickfal hatten. Dieſe Ereigniſſe muͤſſen wir etwas im Einzelnen betrachten, und zugleich erwaͤhnen, welchen Einfluß ſie auf die Reſultate des Krieges hatten.
Die Vertheidigung von Italien war dem Prinzen Eugen Beanharnois, dem Vicekoͤnig dieſes Koͤnig⸗ reichs, anvertraut. Er war dieſes Vertrauens voͤllig wuͤrdig, ſah ſich aber durch den Abfall Murat's aller ihm noch uͤbrigen Mittel zur Ausfuͤhrung ſeines Auftrags beraubt. Wir hatten ſchon oft Gelegenheit,
Murat als einen ausgezeichneten Mann auf dem
Schlachtfeld— mehr als einen unerſchrockenen, hitzi⸗ gen Soldaten, denn als einen weiſen Befehlshaber, zu ſchildern. Als Souverain hatte er wenig An⸗ ſpruͤche auf Verdienſt. Er war gutmuͤthig, aber eitel; beſchraͤnkt an Geiſteskraͤften, und durchaus unerfahren. Napoleon hatte ſeine geringe Meinung von ſeinem Verſtande nicht verhehlt, und nach ſeinem Ruͤckzug aus Frankreich in einem oͤffentlichen Bulietin einen zwar nur mittelbaren, allein ſehr verſtaͤndlichen Tadel uͤber ihn ausgeſprochen. In einem Schreiben an die Gemahlinn Murat's, ſeine eigene Schweſter, hatte Napoleon ihres Gemahls veraͤchtlich als eines Mannes erwaͤhnt, der zwar tapfer auf dem Schlachtfeld, ſonſt


