77 Napoleons aufgerafft, welche Mangel, Ungemach und Erbitterung eben ſo gleichguͤltig gegen die Bande des Vaterlandes und ihrer Mitbuͤrger machte, als die andern keine Anſpruͤche der Menſchlichkeit achteten. Die Staͤdte und Doͤrfer, welche der Schauplatz wirk⸗ lichen Kampfes wurden, waren haͤufig niebergebrannt; und dieß nicht blos in Folge bedeutender Kaͤmpfe, deren wir des naͤhern Erwaͤhnung thaten, ſondern auch in Folge unzaͤhliger Scharmuͤtzel, die, auf ver⸗ ſchiedenen Punkten geliefert, zwar keinen Einfluß auf die Entſcheidung des Feldzugs hatten, den Jammer des Landes aber unbeſchreiblich vermehrten, indem ſie die Schrecken des Krieges, und in ihrem Gefolge Brand, Hunger und Mord in die entlegentſten Di⸗ ſtrikte brachten. Die Waͤlder boten keinen Verſteck, die Kirche keine Freiſtaͤtte mehr; ſelbſt das Grab deckte die Ueberreſte der Sterblichkeit nimmer. Die Doͤrfer waren uͤberall abgebrannt, die Maierhoͤfe zerſtoͤrt und gepluͤndert, die Wohnſitze der Menſchen, und alles,
was der Betriebſamkeit des Friedens und haͤuslicher
Bequemlichkeit angehoͤrte, war verheert und veroͤdet; Woͤlfe und andere wilde Thiere nahmen in den Ge⸗ genden, welche die Menſchen mit gleicher Grauſamkeit verwuͤſtet hatten, furchtbar uͤberhand. So wurden die Uebel, welche Frankreich ohne Erbarmen und Scho⸗ nung uͤber Spanien, Preußen, Rußland und beinahe alle Laͤnder Europens gebracht hatte, auf ſeinem eige⸗ nen Boden, wenige Meilen von ſeiner Hauptſtadt,


