Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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3 76 mußte, wurde der Schauplatz dieſes fliegenden Krieges auf das Unbarmherzigſte veroͤdet und verheert.

Die Soldaten auf beiden Seiten, durch die ſchnel⸗ len Maͤrſche auf mit tiefem Schnee bedeckten Stra⸗ ßen, oder durch Moraͤſte in Verzweiflung gebracht, fuͤhlten kein Erbarmen mehr, ſchwaͤrmten von ihren Kolonnen nach allen Richtungen ab, und veruͤbten jede Art von Gewaltthat an den Eingebornen. Dieſer Uebel wird ſowohl in den Bulletins von Napoleon, als auch in den Tagsbefehlen von Schwarzenberg Er⸗ waͤhnung gethan. Die Landleute flohen mit Weib und Kind in Hoͤhlen, Steinbruͤche und Waͤlder, wo letztere wegen der Strenge der Jahreszeit und aus Man⸗ gel an Lebensunterhalt hinſtarben; erſtere ſammelten

ſich in kleine Horden, und vermehrten die Schrecken

des Kriegs noch dadurch, daß ſie die Zufuhren beider

Armeen pluͤnderten, kleinere Zuͤge anfielen, und Kranke,

Verwundete und Marodeurs zuſammenhieben. Das wiederholte Vorruͤcken und Zuruͤckziehen der verſchie⸗ denen ſtreitenden Parteien verſchlimmerte dieſe Uebel noch. Jede neue Bande von Pluͤnderern, welche an⸗ kam, ſtuͤrzte ſich mit mehr kanibaliſcher Wuth auf ihre Beute, je kaͤrglicher die Nachlaͤſſe wurden.

Wie die Schrift ſagt, was die Heuſchrecke uͤbrig ließ, verzehrte die Wanderraupe— was den Haͤnden der Baskyren, Kirgiſen und Kroaten von der Wolga, der kaspiſchen und tuͤrkiſchen Grenze entging, ward von den halb nackten und halb verhungerten Rekruten