—-y—
75
Nordarmee von Buͤlow und Winzingerode zu bewerk⸗ ſtelligen, ſo beſchloß man, das Anerbieren einer einſt⸗ weiligen Einſtellung der Feindſeligkeiten anzunehmen. Deßwegen ward Prinz Wenzeslaus von Lichtenſtein in das Hauptquartier Napoleons geſandt, wo er wegen eines Waffenſtillſtandes unterhandeln ſollte. Der Kaiſer ſchien ſich mir hohen Hoffnungen zu tragen, und forderte die Oeſterreicher auf, ſich nicht den ſelbſtſuͤch⸗ tigen Planen Rußlands und der erbarmlichen Politik Englands zu opfern.
Er ernannte den Grafen Flahault zu ſeinem Be⸗ vollmaͤchtinten bei den Unterhandlungen uber eine De⸗ marcationslinie, und wies ihn an, am 24. Februar zu Luſigny mit den Abgeſendten der Alllirten zuſammen⸗ zutreten. In der Nacht vom 25ſten bombardirten die Franzoſen Troyes, das die verbuͤndeten Truppen zu⸗ folge ihres letzten Kriegsplans raͤumten. Als die Franzoſen den 2aſten in die Stadt einzogen, wurden die Kranken und Verwundeten, welche die Verbuͤnde⸗ ten zuruͤckgelaſſen hatten, herbeigetrieben, um Napo⸗ leons Triumph zu zieren; eine nicht minder klaͤgliche Scene anderer Art fand zu derſelben Zeit Statt.
Zufolge der großen Hoffnungen, die das Erſchei⸗ nen n Verbuͤndeten in Frankreich, unter den Fein⸗
den von Napoleons Regierung weckte, hatten fuͤnf
Perſonen, an deren Spitze der Marquis von Wigran⸗ des und der Ritter von Goualt ſtanden, die weiße Kokarde aufgeſteckt, und andere Embleme des Gehor⸗


