Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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74 ſams gegen die verbannte Familie angenommen. Sie waren zu dieſem gewagten Schritte weder von dem Kronprinzen von Wuͤrtemberg, noch von dem Kaiſer Alexander beſonders aufgemuntert worden, und ob⸗ gleich beide Fuͤrſten die Principien, nach welchen dieſe Herren handelten, billigten, ſo verweigerten ſie jedoch der That ſelbſt ihren Beifall und ihren Schutz gegen die Folgen derſelben.

Man findet auch nicht, daß dieſe That den ent⸗ ſprechenden Enthuſiasmus bei dem Volke von Troyes oder in der Nachbarſchaft hervorgerufen haͤtte; auf dieſen unbedeutenden Vorfall nicht zu achten, ſolchen als das Ergebniß kindiſcher Loyalitaͤt darzuſtellen, waͤre daher gewiß zweckmaͤßiger geweſen, als in dieſem kritiſchen Zeitvunkte die oͤffentliche Aufmerkſamkeit auf die Bourbons dadurch zu richten, daß man ihren An⸗ haͤngern Rache ſchwor, und wirklich auch Rache an ihnen nahm.

Und doch geſchah das letztere. Napoleon war kaum in Troyes eingeruͤckt, als Ritter Goualt(die andern Royaliſten waren zu gutem Gluͤcke entwiſcht) verhaf⸗ tet, vor ein Kriegsgericht geſtellt und auf der Stelle erſchoſſen wurde. Er ſtarb mit der groͤßten Stand⸗ haftigkeit, mit dem Ruf:„Vire le Roi!“*) Ein ſcharfes und uͤbel berechnetes Dekret ſprach gegen alle *) Man ſagte ſich, Napoleon habe ſich uͤberreden laſſen, ihm das

Leben zu ſchenken. Allein das Reſultat war daſſelbe, wie bei der Hinrichtung von Clarenze. 4

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