7³ war aber ausdruͤcklich nur an den Kaiſer von Oeſter⸗ reich gerichtet; waͤhrend er ſeine Ehrfurchtsbezeigun⸗ gen dieſer Macht reichlich ſpendete, zeigte die Art, wie er die uͤbrigen Glieder der Coalition behan⸗ delte, eine unverminderte Feindſchaft, die ſich nur ſchlecht unter einem Anſchein von Verach⸗ tung barg. Der Kaiſer von Frankreich erklaͤrte ſich geneigt, auf die Baſis der Frankfurter Deklara⸗ tion hin zu unterhandeln, ließ ſich aber aͤußerſt heftig gegen die Bedingungen aus, welche ſein eigener Be⸗
vollmaͤchtigter Caulaineourt den Bevollmaͤchtigten der an⸗
dern Machte vorgeſchlagen hatte. Kurz, das ganze Schrei⸗ ben bewies, daß Napoleon keinen allgemeinen Frieden mit den Verbundeten ſuche, daß er vielmehr ſehnlichſt wuͤnſche, durch einen Separatfrieden mit Oeſterreich die Coalition zu ſprengen. Dieß war nach Sinn und Worten der Abſicht der Verbuͤndeten zuwider, die ſie in ihrer Mittheilung an Napoleon auf das Be⸗ ſrimmteſte ausgeſprochen hatten.
Kaiſer Franz und ſeine Miniſter waren entſchloſ⸗ ſen, keinen Vorſchlaͤgen Gehoͤr zu geben, wodurch die oͤſterreichiſche Sache von jener der Verbuͤndeten ge⸗ trennt wuͤrde. Es war deßhalb zuerſt im Antrag, auf dieſes Schreiben gar keine Antwort zu geben; weil man aber Zeit gewinnen wollte, um die Reſer⸗
ven der großen Armee, die unter dem Prinzen von
Heſſen⸗Homburg noch an der Schweizer Grenze zuruͤck waren, heranzuziehen, und um die Vereinigung der
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