Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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auf einem befleckten Throne zu ſitzen, oder eine ruhm⸗ loſe Krone zu tragen, ſo mochten ſie berechnen, wie viel noch des franzoͤſiſchen Blutes werde fließen muͤſ⸗ ſen, bis jenem ſein Glanz, dieſer ihr Ruhm wieder gegeben ſey. Sie ſahen in Napoleon einen kuͤhnen und ſtarrkoͤgfigen Mann, der, im Bewußtſeyn, ſo manche Hinderniſſe überwunden zu haben, keines der⸗ ſelben fuͤr unbeſiegbar hielt; in ihren Augen war er entſchloſſen, Alles zu erlangen, Alles zu vertheidigen, Alles auf das Spiel zu ſetzen, ohne den Umſtaͤnden auch nur im mindeſten nachzugeben, als waͤre er allein erhaben uͤber das Schickſal, dem doch die ganze Schoͤpfung unterworfen iſt. Dieſe Leute fuͤhlten die Laſt der neuen Taxen, die Schrecken der neuen Con⸗ ſcription*), und wuͤnſchten nichts ſehnlicher, als die Abſetzung des Kaiſers. Wenn nun aber etwas ſehn⸗ lich gemuͤnſcht wird, ſo denkt man auch auf die Mit⸗ tel, die zum Ziele fuͤhren, und ſo wurden die anfaͤng⸗

*) Auf dieſe Klagen wurde haͤufiger erwiedert, Buonaparte ſey fälſchlich bezuͤchtigt worden, Frankreich ſeiner Jugend beraubt zu haben, denn die Bevoͤlkerung habe waͤhrend jener Zeit zu⸗ genommen. Das mag ſeyn, aber es iſt nicht minder gewiß, daß ſein Kriege zuletzt eine Million Conſcribirter verzehrten, und es iſt uns nicht begreiflich, wie die Bevoͤlkerung eines Landes unter ſolchen Umſtaͤnden anzuwachſen vermoͤge, gleich einem Baume, deſſen Wachsthum durch das Beſchneiden be⸗ foͤrdert wird. Eben ſo wenig wird das allgemeine Ergebniß Elrern befriedigen, deren Soͤhne auf die Schlachtbank gefuͤhrt wurden, und eine Mutter, welche ihr Kind verloren, wird ſich nie durch die Nachricht getroͤſtet finden, daß ihre Nach⸗ barinn gluͤcklich von Zwillingen entbunden worden ſey.