lich blos Unzufriedenen in Kurzem die entſchiedenen Anhaͤnger entweder der koͤniglich⸗geſinnten oder der liberalen Faction. Dieſe Gefuͤhle, bald der Feindſchaft gegen Napo⸗ leon, bald der Gleichgultigkeit uͤber ſein Schickſal, ſchwaͤchten den Entſchluß, die eindringenden Feinde mit der Waffe des Nationalkriegs zu bekaͤmpfen, den Napoleon von der ſo ſtolzen franzoͤſiſchen Nation aller⸗ dings erwartet hatte; es ward auch nicht verſaͤumt, um ſie dazu zu vermoͤgen. Die Preſſen der Haupt⸗ ſtadt, ſo wie der Provinzen wiederholten den von der Regierung angeſtimmten Ton und riefen maͤnniglich auf, zu den Waffen zu greifen und das Vaterland zu vertheidigen. Ob nun gleich an einigen Orten die Landleute ſich erhoben, ſo bewies die Nation im Gan⸗ zen deutlich genug eine Lanheit, welche nur durch die vorherrſchende allgemeine Idee zu erklaͤren war, daß es in des Kaiſers Macht ſtehe, einen ehrenvollen Frieden zu ſchließen, wenn er ſich nur dazu verſtehen wolle. Mittlerweile wurden neuen Abgaben nothwendig, um die Koſten des herannahenden Feldzuges zu decken und die Reihen des zuſammengeſchmolzenen Heeres zu ergaͤnzen. Napoleon ſchoß wirklich aus ſeinem Privatvermoͤgen die Summe von dreißig Mil⸗ lionen Franken vor; zugleich aber wurden die oͤffent⸗ lichen Taxen um die Haͤlfte erhoͤht, ohnen Zuſtimmung des geſetzgebenden Koͤrpers, welcher damals nicht ver⸗ ſammelt war. In einem am 11, November gehal⸗
Teil eines Werkes
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


