14 Staatsmann zu ſeinen Lebzeiten, und ſogar nach ſei⸗ nem Tode verleumdet. Dieß iſt eines der Uebel, um welches die Freiheit, und zwar um ſo wohlfeiler er⸗ kauft wird, als die Stunde der Widerlegung niemals
ausbleibt. Jetzt, wo die Schmeichelei und der Haß
keinen Gegenſtand mehr an ihm haben, muß die unpar⸗ teiiſche Geſchichte ihm die Grabſchrift ſetzen, daß ſein unerſchuͤtterlicher Muth, ſeine maͤnnliche Standhaftig⸗ keit und tiefe politiſche Einſicht es vorzuͤglich ſind, die
in die Berathungen der Alliürten jenen Geiſt der
Beharrlichkeit und Ausdauer gebracht haben, die in manchen ſchwierigen Faͤllen ihre Stuͤtze geweſen ſind, und zuletzt das ſiegreiche Ende des merkwuͤrdigſten Kampfes herbeigefuͤhrt haben, den Europa jemals ge⸗ ſehen hat.
Inzwiſchen ſprachen beide Parteien ihre Sehnſucht nach Frieden aus, überzengt, welche guͤnſtige Meinung das franzoͤſiſche Volk von denjenigen faſſen wuͤrde, die ſich am bereitwilligſten zeigten, der Welt die Segnun⸗
gen der Ruhe zu gewaͤhren, nach der ſich Alles ſehnte.
Die Monarchen erließen ein Manifeſt, worin ſie ſich uͤber die Anſtalten, die Buonaparte zur Ergaͤn⸗
zung ſeiner Heere traf, wiewohl mit Unrecht, beklag⸗.
ten; denn Napoleon mochte nun fuͤr den Frieden oder fuͤr den Krieg geſtimmt ſehn, ſo hatte er allerdings das Recht, auf Vertheidigungsmittel zu einer Zeit zu denken, wo Frankreichs Grenzen von Feinden umge⸗ ben waren. Der ubrige Theil dieſes Manifeſtes ge⸗


