Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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1 2 der gewiſſenhafte Ludwig Buonaparte deſſen Ober⸗

haupt geblieben waͤre. Was Spanien betrifft, ſo war daſſelbe nach Napoleons eigener Ueberzeugung ſeinem

Eiinfluſſe entruͤckt, da er mit dem Gefangenen in Va⸗

lencay wegen der Wiedereinſetzung in ſein Reich in Unterhandlung ſtand. Es haͤtte daher mittelſt einer

geſchickten Leitung ein Vertrag zu Stande gebracht

werden koͤnnen, welcher, waͤhrend er dem Namen nach die Unabhaͤngigkeit von Italien und Holland ausſprach, dem Kaiſer allen den weſentlichen Einfluß gelaſſen haben würde, den ein ſo ſtarker Geiſt uͤber einen Bruder, einen Schwiegerſohn und Schwager, die ihm ihre Erhebung zu danken hatten, haͤtte ausuͤben koͤn⸗ nen. Seine Macht konnte auf dieſe Weiſe ſo furcht⸗ bar befeſtigt und ſein Reich ſo ſicher geſtellt werden, daß er von nirgenoͤher einen Angriff zu fuͤrchten hatte; nur mußte er friedliche Geſinnungen gegen andere Nationen zeigen, um die vollkommene Ruhe Frank⸗ reichs und der ganzen Welt zu ſichern.

Aber es vertrug ſich nicht mit dem hochfliegenden Ehrgeize Napoleons, ſich mit irgend einem Grade von Macht, den er einer Unterhandlung zu verdanken hatte, zu begnugen. Seine Lieblingsphraſe bei ſolchen Gelegenheiten, die er neuerlich auch ſeiner Gemahlinn in den Mund gelegt hatte, war:er vermoͤge auf keinem Throne zu ſitzen, deſſen Ruhm befleckt ſep. Dieß war ein ſeltſamer Mißbrauch der Worte; hatte ſein Ruhm gelitten, was in militaͤriſcher Hin ſicht