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28. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 4. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Weiſe ſie ſich zu des Koͤnigs Gunſten verwenden ſoll⸗ ten. Ihr Republikanismus war der Zug, womit ſie ſich am meiſten bruſteten. Sie machten ſich ein Ver⸗ gnugen daraus, den Antheil an dem Sturze Ludwigs in Anſpruch zu nehmen, welche ihrem Kollegen Bar⸗ barour und den Foͤberirten von Breſt und Marſeille gebuͤhrte. Auf ihren Beitritt zu dieſer That ſtuͤzten die Girondiſten ihre Anſpruͤche auf Popularitaͤt; und mit welcher Stirne konnten ſie nun auftreten, als die Beſchuͤtzer, wenigſtens als die Vertheidiger des Koͤnigs, zu deſſen Entthronung ſie ſelbſt beigetragen hatten, oder welchen Vortheil gewaͤhrten ſie den Jakobinern uͤber ſich, wenn dieſe ſie dem Volke als lau in ihrem Eifer, und als abgefallen darſtellten von der Sache des Volks, um das Leben des entthronten Tyrannen zu retten? Die girondiſchen Miniſter fuͤhl⸗ ten dieſe Verlegenheit, und ließen ſich dadurch ab⸗ ſchrecken, offen, maͤnnlich und ohne Umſchweife ſich der Sache des Koͤnigs anzunehmen.

Ein Weib, und, obgleich ein Weib, darum nicht weniger ausgezeichnet, hatte den Muth, auf eine entſchiedene, kraͤftige Vertheidigung des ungluͤcklichen Fuͤrſten zu dringen, wobei der Schleier einer ſelbſt⸗ ſüchtigen und hinterliſtigen Politik nicht zu Huͤlfe ge⸗ nommen werden duͤrfe. Dieß war die Gattin Ro⸗ lands, eine der ausgezeichnetſten Frauen ihrer Zeit. Ein unwuͤrdiger, wenigſtens ſorgloſer Vater und die Affenliebe ihrer Mutter hatten es ihr ſelbſt in ihrer