Teil eines Werkes 
26. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 2. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ſchiedenheit der Staͤnde aus, und kann man denn im Ernſte eine andere Gleichheit, als die der Rechte aufſtel⸗ len, zwiſchen denen, die da denken, und denen, die da arbeiten; denen, deren Geſchaͤftdas des Ochſen iſt⸗ und denen, welchen die Zeit erlaubt, den Pfad der Weisheit zu erforſchen. Gluͤcklich freilich iſt das Land und die Verfaſſung, wo dieſe Unterſcheidungen⸗ welche nun einmal in der Geſellſchaft beſtehen muͤſſen, nicht durch unuͤberſteigliche Schranken geſchieden ſind, ſon⸗ dern wo ſelbſt der erlauchteſte Rang geoͤffnet iſt, um den koͤſtlichen Zuwachs an Wiſſen und Talenten, aufzunehmen, welcher ſo oft einzelne Perſonen aus den niedrigſten zu den hoͤchſten Klaſſen erhebt; und in ſo fern, als die allgemeine Gleichheit dadurch erlangt wer⸗ den kann, daß ein Jeglicher den Anſpruch habe, ſich zu der Lage zu erheben, die er ſeinen Talenten, ſeinen Verdienſten oder ſeinem Vermoͤgen nach einzunehmen im Stande iſt, in ſo fern kann man die Thore nicht zu weit oͤffnen. Aber die franzoͤſiſchen Geſetzgeber ver⸗ ſuchten gerade das Gegentheil, denn damit wollten ſie die vorgeſchlagene Gleichheit der Staͤnde gruͤnden, daß ſie die hoͤheren Klaſſen auf dieſelbe Stufe ſtellten, wel⸗ che der Mittelſtand der Geſellſchaft einnimmt, und in⸗ dem ſie durch das Gewicht der geſetzgebenden Gewalt dieſe letzteren hinabdruͤckten zu den niedrigſten Staͤn⸗ den, Menſchen, deren Erziehung, wenn ſie auch ihre Herzen nicht verderbt hat, doch nothwendigerweiſe ihre Gefuͤhle verknoͤchern mußte, und die in einer ſo gro⸗