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und uͤbernatuͤrlichen Schreckniſſen des goͤttlichen Rechts; ſie verhaͤngte gegen diejenigen, die dem koͤniglichen Anſehen zu nahe traten, oder auch nur die Grund⸗ lage deſſelben etwas ſchaͤrfer unterſuchen wollten, die Strafen, die auf die Uebertretung goͤttlicher Gebote geſetzt ſind. Zum Danke fuͤr dieſen Dienſt ließ es ſich Ludwig der XIV. angelegen ſein, alles, was die Kirche den Glaubigen vorſchreibt, auf das genaueſte zu beobachten, wodurch dann das Buͤndniß, das zwi⸗ ſchen dem Throne und dem Altare beſtand, in den Augen des Volkes noch enger geſchloſſen ward. Die⸗ jenigen, welche die Moralitaͤt der Fuͤrſten ſchaͤrfer ins Auge faſſen, werden vielleicht die Aufrichtigkeit ſeines Kirchenglaubens, der ſo wenig auf ſein Thun Einfluß hatte, in Zweifel ziehen. Wenn wir aber die haͤufigen Inconſequenzen, in welche die Men⸗ ſchen in Beziehung auf dieſen Punkt verfallen, beach⸗
ten wollen, ſo werden wir Anſtand nehmen, dieſes
Betragen des Koͤnigs, das ihm vielleicht eben ſo ſehr durch ſein Gewiſſen, als durch ſeinen politiſchen Vor⸗ theil geboten war, der Heuchelei zu bezuͤchtigen. Wer es mit dieſen Dingen genauer nimmt, wird doch nicht in Abrede ſtellen, daß die Heuchelei, die von der Religion ſo ſehr verſchieden iſt, doch das Da⸗ ſein derſelben, wie der Rauch jenes der Flamme, be⸗ zeuge. Es kann uͤberall keine Heuchelei geben, wo
nicht die Religion, wenigſtens bis auf einen gewiſe
ſen Grad hin, in Ehren gehalten wird; denn Nie⸗


