24— an den Privilegien des Adels hatte? es waͤre dies eben ſo zwecklos und thoͤricht geweſen, als wenn er es haͤtte beklagen wollen, daß er nicht in einem un⸗ abhaͤngigen Stande geboren ſey. Und ſo konnte der Franzmann allerdings in einem Wahne, aber in ei⸗ nem gluͤcklichen Wahne befangen, ſcherzen, lachen und tanzen, und ſich der ganzen Froͤhlichkeit ſeines Na⸗ tionalkarakters uͤberlaſſen, unter Umſtaͤnden, wo ſein Nachbar jenſeits des Kanals das geringſte Zeichen von Geduld fuͤr entehrend und ſchimpflich gehalten haben wuͤrde. Der franzoͤſiſche Plebejer fand fuͤr al⸗ les, was er als ſolcher erdulden mußte, eine ideale Vergeltung in dem Antheil, den er an dem Nativ⸗ nalruhme nahm.
Mußte der Buͤrger von Paris hinter dem letzten Offizier zuruͤckſtehen, ſo fand er ſeinen Troſt in der Zeitung, wo er die Großthaten der franzoͤſiſchen Ar⸗ mee las; mußte er zur Beſtreitung des Aufwandes der Krone unverhaͤltnismaͤßig viel bezahlen, ſo gewaͤhrten ihm die oͤffentlichen Feſte, die gegeben, die Palaͤſte, die gebuut wurden, noch immer eine Art von Entſchaͤdi⸗ gung. Er ſah das Carouſſel, er bewunderte die Herrlichkeit von Verſailles und freute ſich derſelben bei dem Gedanken, daß die Groͤße ſeines Landes ſich darin offenbare. Ein ſolcher auf Taͤuſchungen beru⸗ hender Zuſtand der Dinge ſchien, ſo lange dieſe Taͤu⸗ ſchungen dauerten, den Wunſch jener Geſetzgeber zu verwirklichen, die einen allgemeinen Fond von Na⸗


