Teil eines Werkes 
48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ſten denken, moͤgen glauben, daß er die Franzoſen vom Schwarzwald her erwartet habe, weil ſie in den fruͤhern Kriegen oftmals dieſen Weg eingeſchlagen hatten. Da er aber ſeinen Gegner kannte, ſo mußte

er gerade das Gegentheil vorausſetzen, in ſoferne die

Manoͤvers Napoleon's ſtets tief berechnet waren und

ſich durch Neuheit und Originalitaͤt auszeichneten.

Es laͤßt ſich nicht annehmen, daß der große Bund

einen Gegner habe uͤberfallen wollen, der ſo viel Ur⸗

ſache hatte, auf ſeiner Huth zu ſeyn. Die oͤſterreichi⸗

ſchen Truppen, die den Feldzug ſo raſch eroͤffnet hat⸗

ten, waren darum nicht ſchlagfertiger, als die uner⸗

meßlichen Armeen des franzoͤſiſchen Reiches. Die

franzöſiſchen Truppen, die in dem Lager von Bou⸗

logne ſo lange muͤßig geblieben waren, ſollten nun aus ihrer Unthaͤtigkeit erloͤst werden, und da man

ihres Beiſtandes in einer ſehr ernſtlichen Angelegen⸗

heit bedurfte, ſo war es fuͤr Buonaparte vielleicht

nicht unangenehm, einen Vorwand zu finden, um

auf eine Invaſion zu verzichten, zu der er ſich etwas

zu voreilig verbindlich gemacht hatte. Jene furchtbare

Maſſe von Truppen, die man bisher die Armee von

England genannt hatte, legte jetzt dieſen Namen ab

und nahm fortan den der großen Armee an. Zu

gleicher Zeit wurden auch die bisher in Holland und

in dem noͤrdlichen Deutſchland aufgeſtellten Armeen in

Bewegung geſetzt.

In dieſem merkwuͤrdigen Feldzuge bediente ſich