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ſten denken, moͤgen glauben, daß er die Franzoſen vom Schwarzwald her erwartet habe, weil ſie in den fruͤhern Kriegen oftmals dieſen Weg eingeſchlagen hatten. Da er aber ſeinen Gegner kannte, ſo mußte
er gerade das Gegentheil vorausſetzen, in ſoferne die
Manoͤvers Napoleon's ſtets tief berechnet waren und
ſich durch Neuheit und Originalitaͤt auszeichneten.
Es laͤßt ſich nicht annehmen, daß der große Bund
einen Gegner habe uͤberfallen wollen, der ſo viel Ur⸗
ſache hatte, auf ſeiner Huth zu ſeyn. Die oͤſterreichi⸗
ſchen Truppen, die den Feldzug ſo raſch eroͤffnet hat⸗
ten, waren darum nicht ſchlagfertiger, als die uner⸗
meßlichen Armeen des franzoͤſiſchen Reiches. Die
franzöſiſchen Truppen, die in dem Lager von Bou⸗
logne ſo lange muͤßig geblieben waren, ſollten nun aus ihrer Unthaͤtigkeit erloͤst werden, und da man
ihres Beiſtandes in einer ſehr ernſtlichen Angelegen⸗
heit bedurfte, ſo war es fuͤr Buonaparte vielleicht
nicht unangenehm, einen Vorwand zu finden, um
auf eine Invaſion zu verzichten, zu der er ſich etwas
zu voreilig verbindlich gemacht hatte. Jene furchtbare
Maſſe von Truppen, die man bisher die Armee von
England genannt hatte, legte jetzt dieſen Namen ab
und nahm fortan den der großen Armee an. Zu
gleicher Zeit wurden auch die bisher in Holland und
in dem noͤrdlichen Deutſchland aufgeſtellten Armeen in
Bewegung geſetzt.
In dieſem merkwuͤrdigen Feldzuge bediente ſich


