Teil eines Werkes 
48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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3 156 auch ſeyn mochten, durch ihre Thaten den Verluſt der Schlacht von Auſterlitz nicht wohl ausgleichen konnten daß ſie von zwar ſchwaͤcheren, aber weit beſſer disciplinirten franzoͤſiſchen Trurpen beobachtet waren, und daß es endlich vernuͤnftigerweiſe nicht zu erwarten ſtand, daß Preußen in der Stunde der Noth denjenigen bewaffneten Beiſtand leiſten wuͤrde, die es unter weit guͤnſtigeren Umſtaͤnden, wo die Ent⸗ ſcheidung bei ihm lag, nicht hatte unterſtuͤtzen wollen. Die Wirkung des Sieges auf das preußiſche Ka⸗ binet zeigte ſich in der That bald genug; denn Graf Haugwitz, der bis zum Ausgange der Schlacht nach Wien gewieſen worden war, erſchien jetzt wieder im Hauptquartier Napoleon's, um die droͤhende Bot⸗ ſchaft, die er zuerſt hatte bringen ſollen, in einen artigen Gluͤckwunſch zu verwandeln. Die Antwort Napoleon'seigte, daß er die Zweideutigkeit Preu⸗ ßens vollkommen zu wuͤrdigen wußte.Dieſer Gluckwunſch, ſagte er,war fuͤr andere beſtimmt, daß Gluͤck allein hat mir ihn zugezogen. Indeſſen mußte eine Macht, die hundert und fuͤnczigtauſend Mann auf den Beinen hatte, noch immer geſchont werden; es kam zu einem Vertrage mit Preußen; wodurch dieſem das Kurfuͤrſtenthum Hannover zur Entſchaͤdigung fuͤr Anſpach, oder vielmehr zur Be⸗ lohnung ſeiner Neutralitaͤt in dieſer wichtigen Kriſis zugetheilt wurde. Nachdem ſolchergeſtalt alle Hoff⸗ nung einer Einſchreitung von Seiten Preußens dahin war, konnte man es dem Kaiſer Franz nicht verar⸗ gen, wenn er ſich in die Nothwendigkeit fuͤgte, und darch eine gaͤnzliche Unterwerfung die beſtmoͤglichen Bedingungen zu erhalten ſuchte. Sein Alliirter, Ale⸗ rander, verweigerte indeſſen ſeine Theilnahme an ei⸗ ner Unterhandlung, welche den Umſtaͤnden nach nur de⸗ muͤthigend ſeyn konnte.