Teil eines Werkes 
48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.91 vor Kurzem noch dem Senate erklaͤrt, daß die Gren⸗ zen Frankreichs fuͤr immer feſtgeſetzt ſeyen und nicht durch neue Eroberungen erweitert werden ſollten.

Wahr iſt es ferner, daß Genua durch eine feierliche

Allianz mit Frankreich ſeine Arſenale und Haͤfen zur Verfuͤgung der franzöͤſiſchen Regierung geſtellt, daß es ſich verbindlich gemacht hatte, ſeinen maͤchtigen Alliirten mit ſechstauſend Seeleuten und zehn Linien⸗ ſchiffen auf eigene Koſten zu unterſtuͤtzen, und daß ſeine Unabhaͤngigkeit, in ſoferne ſich dieſelbe mit ſei⸗ nem Verhaͤltniſſe zu einer ſo furchtbaren Macht ver⸗ trug, von Frankreich garantirt worden war. Allein weder der Widerſpruch mit ſeinen fruͤhern Erklaͤrun⸗ gen, noch die Nuͤckſicht auf den feierlichen Vertrag, pang welchen die liguriſche Republik anerkannt wor⸗ den war, hielt Napoleon ab, von der Bitte des Doge Vortheil zu ziehen. Dem Geſuche des genneſiſchen Staates, dem großen franzoͤſiſchen Reiche einverleibt

zu werden, mußte willfahrt werden. Buonaparte ver⸗

heelte ſich nicht, daß er durch dieſen Schritt die Scheel⸗ ſucht von Rußland und Oeſterreich, die bereits eine drohende Stellung angenommen hatten, noch vermehrte; als er aber die glaͤnzende Stadt der Dorias beſuchte, und ihre Straßen mit den Marmorpalaͤſten ſah, wel⸗ che den herrlichen Hafen umſchließen, ſoll er ausgeru⸗ fen haben, daß ein ſolcher Beſitz die Gefahr eines Krieges allerdings werth ſey. Das Gelingen irgend eines großen Planes verleitete ihn ſtets zu neuen Ent⸗