38 dem Kaiſer, und drückten ihm den einſtimmigen
Wunſch ihrer Landsleute aus, daß Napoleon, der
Grunder der italieniſchen Republik, der Monarch des Koͤnigreichs Italien werden moͤge, mit der Befagniß⸗ ſeinen Nachfolger zu ernennen, der ſtets ein Eingeborner Frankreichs oder Italiens ſeyn ſollte. Mit einem
Anſcheine von eiferſüchtiger Unabhaͤngigkeitsliebe ſetzten
uͤbrigens dieſe„ehrerbietigen Bittſteller“ die Bedin⸗ gung feſt, daß die Kronen von Frankreich und Ita⸗ lien— den jetzigen Fall ausgenommen— nie auf dem Haupte eines und deſſelben Monarchen ruhen ſollten. Napoleon ſollte befugt ſeyn, zu ſeinen Leb⸗ zeiten die Oberherrſchaft von Ikalien einem ſeiner natuͤrlichen oder adoptirten Descendenten zu uͤbertra⸗ gen; aber mit aͤngſtlicher Sorgfalt war beigefuͤgt: dieſe Uebertragung moͤchte nicht waͤhrend der Periode Statt finden, in welcher Fraukreich das neapolitani⸗ ſche Gebiet, die Ruſſen Corfu und die Britten Malta beſetzt hielten.
Buonaparte genehmigte die Bitte der italieniſchen Staate. und hoͤrte ihre eiferſuͤchtigen Bedenklichkeiten mit Nachſicht an. Er gab ihnen zu, daß die Tren⸗ nung der Krone von Frankreich und Italien, moͤchte ſie auch fuͤr ihre Nachkommen nuͤtzlich ſeyn, ihnen ſelbſt die hoͤchſte Gefahr bringen wuͤrde, und bezeigte ſich daher willig, die weitere Laſt, die ihm ihre Liebe und ihr Vertrauen auferlege, wenigſtens ſo lange zu tragen, bis ihm das Intereſſe ſeiner italieniſchen


