8 Bevoͤlkerung beraubt, fremden Herren zur Beute ſiel, deren Rache ſein Ehrgeiz hervorgerufen.
Auf dieſe Betrachtungen fuͤhrt der Akt, durch welchen Napoleon ſich unverholen in den Beſitz un⸗ umſchraͤnkter Macht ſetzte, die er ſeit ſeiner Ernen⸗ nung zum lebenslaͤnglichen Konſul allerdings bereits ſchon ausgeuͤbt hatte. Es zeigte ſich bald nachher, daß Frankreich, ſo ſehr es unter ihm an Macht und Umfang gewonnen hatte, ſeinem Ehrgeize noch immer nicht genuͤgte. Er griff nach Italien.
Die noͤrdlichen Staaten von Italien waren dem Beiſpiele Frankreichs durch alle Regierungswechſel deſ ſelben gefolgt. Durch Napoleon's Schwerdt den Oeſter⸗ reichern entriſſen, waren ſie zur Zeit des Direkto⸗ riums zuerſt republikaniſch geworden, hatten ſich dann einer Konſular⸗Regierung unterworfen, aͤhnlich der⸗ jenigen, die am a8ten Fructidor in Paris gegruͤndet wurde, und ſollten nun denjenigen als Koͤnig aner⸗ kennen, der in der neueſten Zeit das Amt ihres Praͤ⸗ ſidenten mit koͤniglicher Gewalt uͤbernommen und ausgeuͤbt hatte.
Die oberſten Behoͤrde der italieniſchen, vormals eisalpiniſchen Republik hatten eine Ahndung von dem, was man von ihnen erwartete. Eine Deputation er⸗ ſchien zu Paris, um vorzuſtellen, wie ſehr ſie der Nothwendigkeit fuͤhlten, daß ihre Regierung eine monarchiſche und erbliche Form erhalte. Am 17ten Maͤrz erhielten dieſe Deputirten eine Audienz bei


