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Cardinaͤle, die er zu Rathe zog, riefen den Beiſtand des heiligen Geiſtes an; allein es war die eiſerne Nothwendigkeit, die ihnen eingab, daß ſie, um nicht eine Spaltung in der Kirche zu bewirken, ſich in die Forderung Napeleon's fuͤgen muͤßten. Der Pabſt ver⸗ ließ Rom am 5. November und wurde auf ſeiner Reiſe uͤberall mit der tiefſten Ehrfurcht empfangen; man hatte die ſteilen Gebirgswege der Alpen uberall, won ſie dem ehrwuͤrbigen Vater der katholiſchen Kirche Gefahr bringen oder Beſorgniſſe einfloͤßen konnten, durch Bruſtwehren oder Gelaͤnder zu ſichern geſucht. Am 25. November traf er mit Buonaparte in Fon⸗ tainebleau zuſammen, und das Benehmen des Kaiſers zeigte eine ſo berechnete Hochachtung, wie ſie Karl der Große, den er ſeinen Vorgaͤnger zu nennen be⸗ liebte, nur immer gegen Leo bewieſen haben mochte.
Am 2. December fand die Kroͤnung in der alten Domkirche zu Unſerer lieben Frauen mit allem Gepraͤnge Statt, das zur Erhoͤhung der Feierlichkeit beitragen konnte. Man hat uns jedoch verſichert, daß der große Haufe davon nicht ſo ergriffen worden iſt, als es von der Bevoͤlkerung einer großen Hanptſtadt, und insbeſondere von den Pariſern, zu erwarten ge⸗ weſen waͤre. Dieſe hatten in Zeit von wenigen Jah⸗ ren unter dem Wechſel der verſchiedenartigſten Grund⸗ ſaͤtze, die ſich einander verdraͤngten, ſo manche Schau⸗ ſpiele dieſer Art, ſo manche Feſtlichkeiten geſehen, daß ſie die glaͤnzende Erſcheinung als einen leeren Prunk


