68 dem reizbaren und heftigen Temperament von Maͤn⸗ nern beizumeſſen ſey, die in der politiſchen Partei⸗ wuth einer ruhigen und philoſophiſchen Ueberlegung unfaͤhig geweſen; dagegen wies er auf die Vereinigten Staaten von Amerika, als das Muſter einer eben ſo weiſen, als kraͤftigen und dauerhaften demokratiſchen Regierung hin. Er pries die Tugenden und die Ta⸗ lente des gegenwaͤrtigen Beherrſchers von Frankreich, beſtritt aber, daß dieſe Eigenſchaften mit dem Throne vererbt werden koͤnnten. Er erinnerte das Tribunat daran, daß Domitian der Sohn des weiſen Vespaſian, Caligula der Sohn des Germanicus, und Commodus der des Mare Aurel geweſen ſey. Er ſtellte die Frage auf: ob nicht der Ruhm Napoleon's verkuͤmmert werde, wenn man an die Stelle eines Namens, den er ſo ſehr verherrlicht habe, einen neuen Titel ſetze? wenn man ihn einlade, das Zerſtoͤrungswerkzeug deſ⸗ ſelben Landes zu werden, dem er unſchaͤtzbare Dienſte geleiſtet? Sodann ſprach er die unleugbare Wahrheit aus, daß, wie groß auch das Verdienſt eines Indivi⸗ duums um den Staat, dem es angehoͤre, ſeyn moͤge, der Dank der Nation ſeine durch Ehre und Vernunft beſtimmten Grenzen habe. Wenn es einem Buͤrger gelungen, die Rettung ſeines Vaterlandes zu bewirken oder ſeine Freiheit wiederherzuſtellen, ſo ſey es eben kein angemeſſener Dank, ihm dieſelbe Freiheit, die ſein Werk jey, zum Opfer zu bringen. Wie köoͤnnte, ſo frug er, der Ruhm eines ſelbſtſuͤchtigen Mannes
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48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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