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48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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den ewigen Geſetzen der Gerechtigkeit zu beurtheilen ſondern einzig nach dem Nutzen, den der maͤchtigers Staat aus ſeiner Ueberlegenheit uͤber den ſchwaͤcheren ziehen kann.

unbedenklich duͤrfen wir hinzufuͤgen, daß dieſe un⸗ gluͤckſelige That durch die Berufung auf die Staats⸗ raiſon bei weitem nicht gerechtfertigt wurde. Den Herzog von Enghien als Staatsgefangenen und als Geißel zuruͤckzubehalten, um die Royaliſten von fer⸗ neren Anſchlaͤgen abzuſchrecken, waͤre der Politik eher augemeſſen geweſen; die geheime und grauſame Er⸗ mordung des jungen, tapfern Prinzen machte dage⸗ gen den tiefſten moraliſchen Eindruck auf die europaͤi⸗ ſche Welt, und weckte uͤberall, wo die Kunde davon hinkam, den groͤßten Haß gegen Napoleon. Nach der wohlbekannten Aeußerung von Fouché war die Hinrich⸗ tung des Herzogs noch ſchlimmer, als ein moraliſches Verbrechen— ſie war ein politiſcher Mißgriff. Sie hatte fuͤr Buonaparte die hoͤchſt nachtheilige Folge, daß man ihn nachgerade fuͤr blutgierig und unver⸗ ſoͤhnlich und des Aergſten faͤhig hielt, was ſich auch bald nach dem Tode des letzten Condé bei andern tragiſchen und geheimnißvolleren Ereigniſſen zeigte.

Die Hinrichtung des Herzogs von Enghien erfolgte

am 2 ſten Maͤrz, und am /ten April fand man den General Pichegru todt in ſeinem Gefaͤngniß. Ein ſchwarzes ſeidenes Tuch war mittelſt eines Knebels

feſt um ſeinen Hals geſchnuͤrt, und es hieß, er habe