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48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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38 Herzog habe weder an Buonaparte noch an irgend jemand geſchrieben. Geſetzt aber auch, er haͤtte ſich in dieſer Sache ganz von Talleyrand beſtimmen und leiten laſſen, ſo durfte er doch keineswegs hoffen, die Schuld deſſen, was er gethan, auf den zu werfen, der ihm dazu gerathen. Dieſer Mord war, wie die Empoͤrung Abſalon's, nicht weniger ein Verbrechen, auch wenn man annimmt, er ſey durch den gewiſſen⸗ loſen Rath eines modernen Achitohel Aupfohlen und eingeleitet worden.

Darum hat auch Napoleon auf dieſe Vertheidigung kein rechtes Vertrauen geſetzt, ſondern im Gegentheil dieſelbe Maaßregel, zu der ihn Talleyrand fortgeriſſen haben ſoll, bei andern Gelegenheiten geradezu als eine gerechte und nothwendige ausgegeben, er hat verſichert, der Herzog von Enghien ſey nach den Geſetzen ver⸗ urtheilt und hingerichtet worden.

Es laͤßt ſich leicht nachweiſen, daß ſelbſt nach dem franzoͤſiſchen Geſetze, wie ſtreng und argliſtig es auch in ſolchen Faͤllen angewendet wurde, kein rechtlicher

Grund vorhanden war, dem Herzog das Leben zu nehmen. Er war allerdings einer der Emigranten, gegen welche, wenn ſie ſich mit den Waffen in der Hand auf dem franzoͤſiſchen Gebiete betreten ließen, das Geſetz die Todesſtrafe verhaͤngte. Dieß war aber nicht der Fall bei dem Herzog ja ſeine Ruͤckkehr war nicht einmal ſein freier Wille, ſondern die Folge

eines gegen ſeine Perſon veruͤbten Zwanges. Er be⸗