4 56—. lich gar nicht gewußt, wer der Herzog von Enghien key, noch weniger, daß er ſich nur drei Stunden von
der franzoͤſiſchen Rheingrenze aufhalte. Daruͤber ward
nun Auskunſt gegeben.„Wenn es ſo iſt⸗“ ſagte Na⸗ poleon,„muß er verhaftet werden.”“— Seine klugen Miniſter hatten dieſes vorausgeſehen, den ganzen
Plan entworfen, und die noͤthigen Befehle bereits
ausgefertigt, es fehlte nur noch die Unterſchrift Na⸗ „oleom's, der ſolchergeſtalt durch den uͤbertriebenen Eifer, vielleicht auch durch Pripatahſichten und die ge⸗ heimen Raͤnke ſei ner Diener, zu dieſer Unthat hinge⸗ hraͤngt worden ſeyn wig; auch beſchuldigte er Talley⸗ rand⸗ daß er ihm einen Brief verhehlt, den der un⸗ Alichliche Prinz en ihn geſchrieben, und in welchem er ihm ſeine Dienſte angeboten, ber aber von dieſem Miniſter unterſchlagen worden ſey. Er giht zu ver⸗ ſiehen, daß, wenn ihm dieſer Brief zur rechten Zeit zugeſtellt worden waͤre, er das Leben des Prinzen ge⸗ z ſchont haben wuͤrde, Um dieß wahrſcheinlich zu ma⸗ chen, laͤugnet er durchaus, daß ſich Joſephine bei ihm fuͤr den Herzog verwendet habe, ohgleich dieſes durch das Zeugniß derjenigen beſtaͤtigt wird, die ſolches aus dem Munde der Kaiſerinn vernommen hahen wollen. Dieſe Ausſage und die darauf gegruͤndete Verthei⸗ digung wird ungluͤcklicherweiſe ſchon durch den Umſtand nterzſtke⸗ daß weder Talleyrand, noch irgend ein an⸗ derer lebender Men ſch, mit Ausnahme von Buona⸗
parte, bei dem Tode des Herzogs von Enghien auch
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