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haben ſoll:„Wollen Sie denn wie ein Moͤnch ſter⸗ ben? Ohne auf dieſen Schimpf zu achten, warf ſich jetzt der Herzog auf die Kniee und ſchien einige Au⸗ genblicke in tiefe Andacht verſunken. „So g en wir denn!“ ſagte er, als er wieder aufſtand. Alles war zur Hinrichtung bereit, ſogar das Grab ſchon(noch vor dem Spruche) fertig, um aus dem ganzen Prozeß gleichſam ein Gaugelſpiel zu machen*). Als der Prinz das Gemach verließ, in welchem das angehliche Verhoͤr Statt gefunden, wurde er bei, Fackelſchein eine Wendeltreppe hinabgeleitet, die in die unterirdiſchen Gewolbe der alten Burg zu fuͤh⸗ ren ſchien. Innis 3 „Soll ich etwa im Burgverließ verſchmachten?“
ſagte der Prinz, dem es einfiel, daß dieſe Gewoͤlbe
zuweilen als Graͤber fuͤr Lebende gedient hatten. „Nein, gnaͤdiger Herr,“ antwortete der Soldat, an den er ſich gewendet, unter Schluchzen und Thraͤnen; „ſeyn Sie daruͤber außer Sorge.“— Die Treppe fuͤhrte durch eine Poterne in den Schloßgraben, wo, wie bereits erzaͤhlt, ein Grab bereitet war, neben welchem einige Eliten⸗Gensd'armen in einem Gliede
*) Savari hat dieß geleugnet, wiewohl es wenig Bedeutung hat⸗ Die ungeſetzliche Verhattnng— die Ueberellung der Verhörs⸗ ſarce— der Widerſpruch des Urtheils mit den Beweisgruͤnden
— die Haſt bei der Hinrichtung— alles dieß zeigt, daß der un⸗ Nuͤckliche Prinz lange zuvor, ehe man ihn vor die Militaͤr⸗Com⸗ miſſton gebracht, zum Tode verurtheilt war.
Leben Rapoleen's. XLVIII. 2 3


