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am zoſten ankam, auf einige Stunden in den Tem⸗ pel eingeſperrt und von da nach Vinceunes, einem alten gothöchen Gebaͤude, gebracht wurde, das lange Zeit als Staatsgefaͤngniß gedient, aber nie ein er⸗ lauchteres und ungluͤcklicheres Schlachtofer in ſeinen Mauern aufgenommen hatte. Dort ſollte er einige Ruhe genießen oder vielmehr nur koſten; denn um Mitternacht ward er geweckt und in ein Verhoͤr be⸗ rufen, von dem ſein Leben abhing.
Die zum Verhoͤr beſtellten Inguiſitoren bildeten unter dem Vorſitz des Generals Hulin eine Militaͤr⸗ Commiſſſon von acht Offizieren. Sie hatten ihren Auftrag, laut des Protokolls, von Murat, den Schwa⸗ ger Napoleons und damaligen Gouverneur von Pa⸗ ris, erhalten. Obgleich durch die Beſchwerlichkeiten der Reiſe und den Mangel an Ruhe erſchoͤpft, be⸗ nahm ſich der Herzog von Enghien bei dieſer trauri⸗ gen Veranlaſſung als der wuͤrdige Enkel des großen Condé. Er bekannte ſeinen Namen und Rang, ſo
ie den Antheil, den er an dem Kriege gegen Frank⸗
reich genommen, betheuerte aber, von Pichegru und
ſeiner Verſchwoͤrnng nicht das Geringſte zu wiſſen,
und bat am Schluſſe des Verhoͤrs um eine Audienz
bei dem erſten Conſul.—„Mein Name,“ ſagte er, „mein Nang, meine Geſinnungen und der ganz ei⸗ gene Fall, in dem ich mich befinde, laſſen mich hoffen, daß mir dieſe Bitte nicht werde verſagt werden.“ Die Mitglieder der Commiſſion ſtutzten und zoͤ⸗


