20 ten, davon Gebrauch zu machen, durch die Bemer⸗ kung eines ſeiner Begleiter, daß aller Widerſtand vergeblich ſey. Die Soldaten drangen in das Ge⸗ mach, und fragten mit vorgehaltenen Piſtolen, wel⸗ ches der Herzog von Enghien ſey.—„Wenn Ihr gekommen ſeyd, ihn zu verhaften, ſo muͤßt Ihr ſein Signalement haben,“ ſagte der Herzog.—„Wenn es ſo iſt, ſo muͤſſen wir ſie eben Alle aufheben,“ er⸗ wiederte der kommandirende Offizier; und ſo wurde der Prinz mit ſeiner ei nen Hausgenoſſenſchaft ver⸗ haftet und in eine nicht weit von ſeiner Wohuung gelegene Muͤhle gebracht, wo ihm geſtattet wurde, ſich einige Kleider und andere Beduͤrfniſſe kommen zu laß
ſen. Nachdem er nun erkannt war, brachte man ihn
mit ſeinen Begleitern in die Zitadelle von Strasburg, wo man ihn von den letztern trennte, und nur den Baron St. Jacques, ſeinen Adjutanten, bei ihm ließ. Die ſtrengſten Vorſichtsmaßregeln wurden genommen, um der Moͤglichkeit vorzubeugen, ſich mit irgend je⸗ mand zu beſprechen. Er blieb hier drei Tage lang in enger Haft; aber am achtzehnten, zwiſchen und ⸗ Uhr des Morgens, traten wieder Gensd'armen in ſein Zimmer; er mußte aufſtehen, ſich ſchnell, ohne Bei⸗ ziehung ſeines Kammerdieners, ankleiden, um, wie
man ihm bedeutete, unverzuͤglich weiter zu reiſen.
Zwei Hemden waren alles, was er an Waͤſche mit⸗ nehmen durfte. Er ward mit der groͤßten Eile und dem ſtrengſten Geheimniß nach Paris gefuͤhrt, wo er


