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48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ſchloſſen war, Alles zu wagen. Alle diejenigen, die ſich dieſer Periode noch erinnern, muſſen es bezeugen, daß der Wunſch, die Franzoſen moͤchten kommen, alle Volksklaſſen beſeelte; ſo ſehr glaubten Alle hoffen zu duͤrfen, daß der Ausgang den Feind fortan von allen Invaſionsverſuchen und Drohungen ein fuͤr allemal abſchrecken werde.

Waͤhrend Buonaparte auf die Umſtaltung von Europa ſann, die er durch die Eroberung zuerſt von England und dann der nordiſchen Staaten bewerkſtel⸗ ligen wollte, entſtand unter ſeinen eigenen Soldaten eine Oppoſition gegen ſeine Regierung und eine Ab⸗ neignng gegen ſeine Perſon. Sein lebenslaͤngliches Konſulat ward begreiflicherweiſe als ein Todesſtreich fuͤr die Republik angeſehen, welcher ſo manche hoͤhere Offiziere, die durch die Revolution ihr Gluͤck gemacht hatten, noch dankbar ergeben waren. Das Mißver⸗ gnuͤgen dieſer Kriegsmaͤnner war um ſo natuͤrlicher, als nicht wenige von ihnen in Buonaparte eben nur einen gluͤcklichen Abenteurer ſehen mochten, der ſeinen Gefaͤhrten uͤber den Kopf gewachſen war, und nun ihre Huldigung forderte. Als Soldaten gingen ſie ſchnell von Murren zu Drohngen uͤber, und bei einem feſtlichen Mahle, wo die Grenzen der Maͤßigkeit üͤber⸗ ſchritten wurden, bot ſich ein Huſarenoberſt als einen Brutus an, um den neuen Caͤſar aus dem Wege zu raͤumen. Da er ein geſchickter Piſtolenſchuͤtze war, ſo machte er ſich anheiſchig, waͤhrend einer der Muſte⸗