Teil eines Werkes 
48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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14½ Fragt man etwa, in wieferne England der gelan⸗ deten franzoͤſiſchen Armee haͤtte widerſtehen koͤnnen, ſo muͤſſen wir bekennen, daß Alles auf dem Spiele ſtand, und daß Buonaparte durch ſein Genie und durch ſeine Armee großes Ungluͤck uͤber ein Land ge⸗ bracht haben wuͤrde, das die Segnungen des Friedens ſo lauge genoſſen hatte. Aber es lebte nur ein Sinn in dem ganzen Volke, und ſeine Streitkraͤfte waren von der Art, daß ihnen Napoleon alle Gerechtigkeit widerfahren ließ, als er ſie naͤher kennen gelernt. Die Englaͤnder ſind noch eben ſo tapfer, wie einſt auf den Siegesfeldern von Creſſy, Aegincourt, Blenheim und Minden; in den Irlaͤndern gluͤht noch derſelbe kriege⸗ riſche Enthuſiasmus, durch den ſie ſich in allen euro⸗ paͤiſchen Laͤndern ausgezeichnet haben; den Schotten iſt noch derſelbe ausdauernde Muth geblieben, mit welchem ihre Altvordern vor zweitauſend Jahren ihre Unabhaͤngigkeit gegen einen uͤberlegenen Feind zu be⸗ haupten wußten. Selbſt nach dem Falle Londons wuͤrden wir, trotz dieſes großen Ungluͤcks, an der Be⸗

freiung des Vaterlandes darum noch nicht verzweifelt

haben. Denn der Krieg haͤtt zalsdann wahrſcheinlich. jenen volksthuͤmlichen Charakter gewonnen, der fruͤher oder ſpaͤter einer eingedrungenen Armee den Unter⸗ gang bereitet. Und wenn Buonaparte verſichert, daß er in der erſten Schlacht den Sieg davon getragen haben wuͤrde, ſo iſt dies daxum noch keineswegs aus⸗ gemacht; ſo viel iſt dagegen gewiß daß das Volk ent⸗