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rungen, die beſtaͤndig in Gegenwart des erſten Konſuls ſtattfanden, ſein Ziel auf fuͤnfzig Schritte nicht zu verfehlen. Die Sache kam zur Kenntniß der Polizei, ward aber von Fouchs vertuſcht, weil dieſer einſah, daß Buonaparte durch das bloße Ruchbarwerden eines ſolchen Anſchlags in Sofahr kommen konnte.
Das Mißvergnuͤgen griff immer weiter um ſich und ward durch die Agenten des Hauſes Bourbon in der Stille noch geſteigert. Außer der conſtitutionellen Oppoſition, die ſich von Zeit zu Zeit in dem geſetzge⸗ benden Koͤrper und in dem Tribunat hoͤren ließ, be⸗ ſtanden zwei Parteien von Mißvergnuͤgten, von denen die eine Buonaparte als den Feind der oͤfentlichen Freiheiten, die audere als das einzige Hinderniß, das der Wiedereinſetzung der Bourbons im Wege ſtand, betrachtete. Die heftigſten Mitglieder von beiden Par⸗ teien fingen nachgerade an, zu uͤberlegen, wie man, ſey es anch auf die gewaltigſte und heimlichſte Weiſe, ſeiner los werden koͤnnte. Die wuͤthenden Republika⸗ ner und die uͤberſpannten Royaliſten, die auf derglei⸗ chen Gedanken verfielen, beſchwichtigten ohne Zweifel ihr Gewiſſen durch den Umſtand, daß Napoleon die Freiheit ihres Vaterlandes vernichtet und ſich die Herrſchaft uͤber daſſelbe angemaßt hatte, und wollten auf ſolche Weiſe ein Verbrechen beſchoͤnigen, das ſich durchaus nicht rechtfertigen laͤßt. 1
Dieſer Eiferer gab es indeſſen nur wenige, in Ver⸗ gleichung mit der großen Maſſe der Franzoſen, die,


