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41. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 12. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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der Polizei Buonaparte's ausgeſezt ward, moͤgen ihren Urſprung in dieſem emſigen Beſtreben haben, ſeine Regierung in den Schriften aller Perſonen von Geiſt geruͤhmt zu ſehen.

Wir ſind bereits darauf gefuͤhrt worden, zu emerken, daß keine vertrauliche Annaͤherung zwiſchen Buonayarte und der talentvollen Tochter Neckers Statt gefunden hat. Ihre Charaktere paßten nicht zu einander. Ihr war augenſcheinlich der erſte Konſul ein Gegenſtand der genaueſten, ſtrengſten Beobach⸗ tung geweſen, und Buonaparte liebte es nicht, wenn ihn Jemand auch nur im geringſten beobachten wollte. Madame Staëlwar zugleich der Mittelpunkt eines aus⸗ gezeichneten Zirkels in Frankreich; einige in ihm ließen ſichs angelegen ſeyn, ſich der Sache der Freiheit anzu⸗ nehmen; und der Entſchluß einiger wenigen Mitglieder des Tribunats, den Fortſchritten Buonaparte's zur Willkuͤhrherrſchaft Einhalt zu thun, war, wie man ver⸗ muthete, in ihrem Salon gefaßt, und von ihr an⸗ gefeuert worden. Dafuͤr ward ſie nun aus Paris verbannt. Als ſie aber im Begriff war, ihr vor⸗ treffliches, geiſtreiches Werk uͤber die Sitten und die Literatur der Deutſchen herauszugeben, in welchem zum Uugluͤck nichts von der franzoͤſiſchen Nation oder ihrem Staatsoberhaupt geſchrieben ſtand, ſo ward Frau von Staëls Werk von der Polizei mit Beſchlag

belegt, und ſie durch einige Zeilen von Fouché be⸗ gluͤckt, worin er ſie benachrichtigte, daß die Luft