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41. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 12. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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der Ausuͤbung ihres Amtes auf dem Sprunge waren, ein verdaͤchtiges Individuum feſtzunehmen, und es dagegen durch ſeine Verbindung mit andern Polizei⸗ behoͤrden geſchuͤzt fanden. Dieſes Syſtem war eben ſo verwickelt, als ungerecht und tyranniſch; allein wir haben ſo oft Gelegenheit, auf dieſen Gegen⸗ ſtand zuruͤckzukommen, daß wir nur noch zu bemerken haben, wie es, in Betracht des wahren Intereſſes Napoleons, ein Ungluͤck fuͤr ihn war, daß er eine ſo bereite Waffe des Despotismus, wie eine orga⸗ niſirte Polizei iſt, unter der Leitung eines ſolchen Praktikers wie Fouché zur Verfuͤgung hatte. Es war die Obliegenheit der Polizei, uͤber die Aeuſ⸗ ſerungen der oͤffentlichen Meinung, ſey ſie nun in oͤffentlichen Zirkeln, vertraulichen Mittheilungen oder vermittelſt der Preſſe ausgeſprochen, ein wach⸗ ſames Auge zu haben. Buonaparte hatte eine fie⸗ berhafte Furcht vor den Wirkungen der Literatur auf die Gemuͤther des Volkes und erkannte ſo die

ſchwachen Seiten ſeiner Regierung an. Die oͤffent⸗ lichen Journale ſtanden unter der taͤglichen und be⸗

ſtaͤndigen Oberaufſicht der Polizei, und die Heraus⸗ geber wurden ſogleich vor Fouché gefordert, wenn ſie etwas einruͤckten, das als unehrerbietig gegen ſein Anſehen betrachtet werden konnte. Drohungen und Verſprechen wurden bei ſolchen Gelegenheiten

in reichlichem Maße angewandt, und ſolche Jour⸗

naliſten, die ſich als widerſpenſtig erwieſen, fuͤhlten